Sonett ist „Spitze auf dem Land“


Sonett erhält aus dem EU-Förderprogramm EFRE einen Zuschuss von 400.000 Euro
Der ökologische Wasch- und Reinigungsmittelhersteller Sonett ist in das Förderprogramm „Spitze auf dem Land! Technologieführer in Baden-Württemberg“ aufgenommen worden. Es wurden insgesamt 12 Projekte bewilligt, Sonett zählt dazu. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Leistung so anerkannt wird und nachhaltige ökologische Produkte zunehmend eine bedeutende Rolle im Bereich der Innovationen einnehmen“, so Geschäftsführer Gerhard Heid. „Die bewilligten Fördermittel werden wir in unseren geplanten Lagerneubau investieren.“ Ausschlaggebend für die Aufnahme in das Förderprogramm war eine Vielzahl von Kriterien. So musste ein Beitrag zur Erreichung der EU-Querschnittsziele erkennbar sein wie beispielsweise die nachhaltige Entwicklung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sowie Gleichstellung von Männern und Frauen. Sonett hat all dies bestens erfüllt. Die Förderung ist Teil des „Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum“ (ELR) im Rahmen des Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Baden-Württemberg.

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Die Förderung richtet sich an Unternehmen, die das Potential zur Erlangung von Technologie- , Qualitäts-, Sozial- und Marktführerschaft aufweisen. Unterstützt werden dabei Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen. Der Fördersatz beträgt bis zu 20 Prozent der Investitionssumme, maximal 400.000 Euro. Sonett wird diesen Betrag voll ausschöpfen, da eine Investition in das neue Lager in Höhe von 2,5 Mio Euro geplant ist.
 
Kriterien für den Zuschlag
Entscheidend für den Zuschlag waren Kriterien wie nachhaltige Entwicklung und Innovationsfähigkeit in Technik, ökologische Spitzenqualität und Marktposition. Die Innovationsstrategie des Unternehmens Sonettüberzeugte vor allem durch die ökologische Produktqualität in höchstmöglicher Konsequenz. So ist Umwelt- und Klimaschutz der eigentliche Unternehmenszweck. Die Sonett Wasch- und Reinigungsmittel sind aus rein pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen hergestellt, sie sind ohne jedwede Tenside aus der Erdölchemie, synthetische Duft-, Farb- oder Konservierungsmittel. Alle Öle und ätherischen Öle stammen zu 100 Prozent aus Bioanbau. Zudem sind die Produkte frei von Gentechnik und Nanotechnologie und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Dokumentiert wird dies in dem Label „EcoGarantie“, dem anspruchsvollsten Siegel für ökologische Wasch- und Reinigungsmittel.
Die Innovationstätigkeit des Unternehmens ist zudem auf Technologieführerschaft ausgelegt. So ist die gesamte Produktions- und Abfülltechnik auf dem neuesten technischen Stand. Bei dem gesamten Produktionsprozess werden gleichermaßen Kriterien der Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit eingehalten. Seit 2011 ist der Betrieb nach STOP CLIMATE CHANGE zertifiziert. Dies integriert ein kontinuierliches Minderungskonzept von CO2-Emissionen für Betrieb und Produktion und garantiert einen jährlichen Ausgleich aller bislang nicht vermeidbaren Ausstöße. 2008 war Sonett zudem Gewinner des Nachhaltigkeitspreises der Ethikbank.
 
Entscheidend: Chancengleichheit, Nicht-Diskriminierung und Gleichstellung
Besonderen Anteil an den Spitzenkriterien bildeten die sozialen Beiträge von Sonett zu den so genannten EU-Querschnittszielen. Im Bereich der Chancengleichheit pflegt das Unternehmen seit jeher die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Nicht-Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Ausrichtung, der Rasse und der ethnischen Herkunft ebenso wie der Religion oder Weltanschauung. Hinzu kommt insbesondere die Integration und Förderung von Menschen mit Behinderungen. So sind zwei Werkstätten der Camphill Gemeinschaft Lehenhof ausschließlich für Sonett tätig. Hier arbeiten 25 Menschen mit besonderem Hilfebedarf. Überdies bietet Sonett zwei Eingliederungsplätze für die Drogenheilstätte Sieben Zwerge an. Insgesamt haben vier ehemalige „Zwerge“ beim Unternehmen eine Dauerarbeitsstelle gefunden.
 
Frauen-Quote über 40 Prozent in der Führung
Bei den Frauen und Männern ergibt sich ein nahezu paritätischer Anteil in der Mitarbeiterschaft. Der Anteil Frauen auf der Abteilungsleiterebene beträgt zudem über 40 Prozent. Ebenso wird das Unternehmen von einer männlich-weiblichen Doppelspitze geführt. Entsprechende Teilzeitmodelle für berufstätige Eltern sind ganz normaler Bestandteil des Betriebskonzeptes.
 
Letztlich waren nicht einzelne Aspekte sondern das überzeugende ganzheitliche Innovations-, Qualitäts-  und Sozialkonzept von Sonett entscheidend für die Aufnahme in das Förderprogramm „Spitze auf dem Land! Technologieführer in Baden Württemberg“.

         

11. Dezember 2013

Der Baufortschritt kann über den Button "Bau-Kamera" beobachtet werden.