Sonett fördert Gesundheit der Mitarbeiter


Eigene Krankenkasse, Rückenschule und Fußball 
Die Firma Sonett stellt nicht nur ökologische Wasch- und Reinigungsmittel her. Schließlich war der Gründungsimpuls die Sorge um die Gesundheit des Wassers. So fördert das Unternehmen auch die Gesundheit seiner Mitarbeiter — sowohl in körperlicher, seelischer als auch geistiger Hinsicht. Dies macht sie seit mehr als sieben Jahren mit einem umfassenden Gesundheitskonzept. Neben der Einzahlung in die Sonett Krankheitskasse zählen auch Workshops mit ärztlicher Begleitung dazu, Massagen, Raucherentwöhnung und die Pflege einer gewissen „Sonett Fehlerkultur“.  Mit diesem Konzept hat sich das Unternehmen jetzt auch für den „Alternativen Gesundheitspreis der BKK advita“ beworben.

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Für uns genügt es nicht, nur etwas weniger schädliche Wasch- und Reinigungsmittel herzustellen“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Heid. „Gesundheit bedeutet nicht nur die Vermeidung von Schäden. Sondern wir wollen vor allem die Selbstheilungs- und Lebenskräfte stärken, die jedem Wesen innewohnen. So wie wir unseren Produkten aufbauende Kräfte mitgeben, möchten wir dies auch für unsere Mitarbeiter tun, denn unsere Mitarbeiter sind das Herz unseres Betriebes und Träger unseres Erfolgs“.
 
Sonett Krankheitskasse – für mehr Wahlfreiheit
Besonderer Bedeutung kommt dabei der Sonett Krankheitskasse zu. Sie wurde bereits vor 7 Jahren ins Leben gerufen. Ihr Sinn besteht darin, dass jeder Mitarbeiter frei für sich auch alternative Heilmittel und Methoden wählen kann, ohne von der Erstattung durch die reguläre Krankenversicherung abhängig zu sein. Dies funktioniert so, dass jeder langfristige Mitarbeiter eine monatliche Zuzahlung von 50 Euro auf sein Gehalt erhält. Diese wird auf ein individuelles Konto eingezahlt, angespart, verzinst und kann für Krankheitskosten verwendet werden, die die gesetzliche Krankenkasse nicht trägt. „So entsteht nicht nur Bewusstsein über Krankheitskosten – sondern auch verantwortlicher Umgang damit“, erläutert Gerhard Heid. Und sollten einmal Zahlungen anfallen, die den persönlichen Kontostand übersteigen, können diese auch zinsfrei vorgeschossen und nachträglich durch die Monatszahlungen ausgeglichen werden.
 
Rückenschule, Massage und ärztliche Begleitung
Über die Jahre können sich Einseitigkeiten und Schädigungen während der Arbeit ergeben. Um dem vorzubeugen und die körperliche Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, gibt es bei Sonett daher auch eine Rückenschulung durch einen Physiotherapeuten. Zuvor wurden die besonderen Belastungen an den Arbeitsplätzen genau analysiert, anschließend entwickelte man gemeinsam differenzierte Bewegungs- und Haltungsempfehlungen. Alle zwei Monate finden auch zwei Massagetage im Betrieb statt, an denen die Mitarbeiter eine halbstündige Massage wahrnehmen können. Hierbei handelt es sich um die Rhythmische Massage nach Dr. Ita Wegman. Sie dringt tief in die Lebensprozesse des Körpers ein und versetzt die Masseurin in die Lage Hinweise auf grundlegendere Störungen und Blockaden zu geben. Für die Massagen gibt es zwei Ruheräume. Sie stehen jedem Mitarbeiter auch während des Arbeitstages für kurzzeitige Regeneration offen.
 
Ein anthroposophischer Arzt begleitete die Belegschaft durch mehrwöchige Workshops. Er erläuterte Grundsätzliches zum Gesundheitsverständnis und die Mitarbeiter konnten ausführlich Fragen stellen und Gespräche führen. Auch bietet Sonett seinen Mitarbeitern an, die Kosten für eine Raucherentwöhnung zu übernehmen. Jeder Nichtraucher erhält als Bonus einen monatlichen Tankgutschein. Und weil Gesundheit auch Spaß macht, hat die Belegschaft in diesem Jahr sogar die Sonett  Fußballmannschaft gegründet.
 
Förderung der seelischen Gesundheit – auch mit Fehlerkultur
Für die Firma Sonett ist das seelische Wohlbefinden die Grundlage eines guten Betriebsklimas. „Wir pflegen einen kollegialen Führungsstil mit sehr flacher Hierarchie“, erklärt Geschäftsführerin Beate Oberdorfer. Dabei stehen die individuelle Entwicklung und die wertschätzende Zusammenarbeit im Vordergrund. „Wir nennen dies Zusammenarbeit aus Einsicht“, so Beate Oberdorfer. „Darin spielt die ‚Sonett Fehlerkultur’ eine wesentliche Rolle“, beschreibt sie den Arbeitsalltag. Denn Fehler – auch die kleinsten – seien immer ein Mittel zum Lernen. Dies setze indes die freie Offenlegung und Bearbeitung des Fehlers voraus. „Das gelingt nur, wenn es eine sehr hohe Vertrauenskultur gibt und diese auch gepflegt wird.“
 
Auch tragen künstlerische Workshops, Geburtstagssingen und die „Poesie am Arbeitsplatz“ zum Wohle bei, ebenso wie Betriebsausflüge mit Abenteuer- und Gemeinschaftsevents wie Floßbau, Bogenschießen oder Geländeorientierung. Bei der „Poesie am Arbeitsplatz“ trägt ein Künstler jede Woche an mehreren Stellen im Betrieb ein Gedicht aus der Weltliteratur vor. Dieses wird dann ausgedruckt und hängt für eine Woche aus.
 
Arbeit aus Eigennutz macht krank – der Sinn muss stimmen
„Jede Arbeit ist einseitig und für sich genommen oft unbefriedigend“, erklärt Gerhard Heid. „Für uns ist erst das Zusammenwirken und das Erleben eines übergeordneten Sinns der Quell geistiger Gesundheit“, so Gerhard Heid. „Arbeiten nur für den Gewinn, oder gar Eigennutz macht krank“. So ist auch die Betriebskultur vor allem von Transparenz und Impulsen zur Mitgestaltung gekennzeichnet. Alle Mitarbeiter sind zu der jährlichen Bilanzdarstellung eingeladen, wo Unternehmensmotive und –ziele bis in die Zahlen gemeinsam angeschaut und diskutiert werden. Auch in den 14-tägigen Abteilungsleiterbesprechungen und den monatlichen Betriebsversammlungen wird an Themen der Sonett Unternehmenskultur gearbeitet.
 
Studium der Anthroposophie und gemeinsame Feiern
Die grundlegendste gemeinsame geistige Arbeit findet im „Studium Anthroposophie“ statt. Hier treffen sich fast die Hälfte der Mitarbeiter jede Woche zu grundlegenden Fragen des Menschen- und Weltverständnisses. „In den regelmäßigen Rückschauen auf diese Arbeit sagen Teilnehmer immer wieder, dass sie nach der Arbeit eigentlich erschöpft im Arbeitskreis ankommen - und nach einer Stunde erfrischt „mit roten Backen“ herausgehen“, beschreibt Gerhard Heid die Zusammenarbeit. „Das bestärkt uns in dem Verständnis, dass die tieferen Quellen der Gesundheit im Geistigen liegen“.  Ebenso wird gerne gemeinsam gefeiert. Zu den vier großen Jahresfesten Weihnachten, Ostern, Johanni und Michaeli thematisiert das Unternehmen in einer Fest-Betriebsversammlung den geistigen Inhalt des jeweiligen Festes in Bezug auf Sonett-Aktualitäten. Zudem findet an den Jahresfesten auch die Rhythmisierung des Sonett Waschmittelpräparates statt, dazu sind alle Mitarbeiter eingeladen.
 
Das Unternehmen Sonett kultiviert dieses umfassende Gesundheitskonzept bereits seit 7 Jahren. Um auch Impuls für andere geben zu können, hat sich der Betrieb jetzt für den Alternativen Gesundheitspreis der BKK advita beworben. Diesen schreibt die ökologisch orientierte Krankenkasse zum zweiten Mal nach 2012 aus. Hierbei werden Betriebe mit bis zu 500 Mitarbeitern gewürdigt, die sich durch einen dauerhaften konzeptionellen und ökologischen Ansatz für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter engagieren. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.