Verpackungen 

 

Folgende Verpackungsmaterialien setzt Sonett derzeit ein

1. Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP)

Wir verwenden ausschließlich Flaschen, Kanister und Verschlüsse aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) mit Etiketten aus dem gleichen Material. PE und PP sind die am leichtesten zu recycelnden Kunststoffe, die auch bei der Verbrennung keine giftigen Stoffe freisetzen. Besonders wichtig ist uns, dass das eingesetzte PE / PP garantiert frei von Weichmachern ist. Über den grünen Punkt werden in Deutschland über 70% der PE / PP Abfälle recycelt. Das ist eine enorme Leistung, dennoch ist PE/PP ein Erdölprodukt und passt damit nicht in unsere Qualitätsausrichtung.

 

2. Polyethylen mit Holzfaseranteilen

Für unsere neuen BioBubbles setzen wir seit 2015 erstmalig eine neue Kombination aus Polyethylen mit über 20% Holzfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft für die 45 ml Döschen ein.

 

3. Umverpackungen, Kartonagen

Alle Umverpackungen konnten durch Maschinenanpassungen bei den Abfülllinien auf 100% Recyclingmaterial umgestellt werden.

 

 

Wohin geht die Entwicklung bei den Kunststoffen?

Die Veränderung der Kunststoffverpackungen der flüssigen Sonett Produkte zu nachhaltigen Verpackungsmaterialien hat für uns höchste Priorität. In unseren Produkten selbst vermeiden wir Erdöl als Rohstoff. Dieses streben wir langfristig auch für unsere Flaschen und Kanister an. Unsere aktuelle Einschätzung der Alternativen:

 

Kunststoffe aus Stärke oder Polymilchsäure

Werden aus Gentech-Mais bzw. mit Hilfe von genetisch manipulierten Mikroorganismen hergestellt. Daraus werden Folien oder Spritzgussverpackungen (z.B. Dosen) mit einer kurzfristigen Haltbarkeit von einigen Wochen hergestellt.
Außerdem gibt es am Markt PE mit einem Anteil an Mineralien oder Pflanzenfasern. Kunststoffflaschen im Blasverfahren, die den Anforderungen an mechanische Haltbarkeit, Gasdurchlässigkeit, PH – Stabilität, Stabilität gegenüber ätherischen Ölen etc. entsprechen, können daraus bisher nicht hergestellt werden. Wir testen seit Jahren im eigenen Labor alle verfügbaren Alternativen.

 

2. Polyethylen aus brasilianischem Zuckerrohr

Alkohol wird chemisch über Ethylen zu Polyethylen umgesetzt. Dieses PE ist chemisch identisch mit dem PE aus Erdöl und erfüllt in gleichem Maß die Qualitätsanforderungen. Der Anbau von Zuckerrohr ist jedoch massiv verbunden mit Monokultur, Herbiziden, Pestiziden und dem Anbau auf ehemaligen Urwaldflächen.
Für die Zukunft muss außerdem mit gentechnisch veränderten Pflanzen gerechnet werden. Sowohl wegen der Rodung von Urwaldflächen als auch des enormen Einsatzes von Pestiziden und Kunstdünger raten Umweltorganisationen wie Regenwald.org oder Greenpeace von der Verwendung von Agraralkohol ab.

 

3. Kunststoff aus recyceltem PE

Es gibt am Markt durchaus Recycling-PE, dieses ist jedoch für unsere Ansprüche völlig ungeeignet, es riecht nach synthetischen Duftstoffen und welche sonstigen Fremdstoffe und ggf. Schwermetallrückstände sonst noch enthalten sind, weiß niemand. Unser letztes Projekt bezog sich auf gereinigtes  Recycling-PE aus Milchflaschen. Auch dies mussten wir aufgeben, da  selbst bei einem Anteil von nur 25% Recyclingmaterial die Flaschen immer noch penetrant nach künstlichen Duftstoffen rochen - wir vermuten durch die vorgeschalteten Waschgänge.

 

4. Recyceltes PET (Polyethylenterephtalat)

Gibt es in Lebensmittelqualität aus sortenrein verarbeiteten Wasserflaschen. Die Problematik ist hier, dass hormonartige Stoffe in den darin aufbewahrten Wässern festgestellt wurden (Uni Frankfurt, 2009, Uni Würzburg, Prof. Schoenfelder, u.a.). Es gibt auch die berechtigte Annahme, dass durch die Einwirkung von UV Strahlung in Verbindung mit Feuchtigkeit aus PET Flaschen Phtalatester freigesetzt werden, die in den Flascheninhalt einwandern. Aus diesen Gründen verwenden wir keinerlei PET Behälter.

 

Der „Bio Plastik-Markt“ und neue Recyclingverfahren sind in vehementer Entwicklung, und wir hoffen sehr, dass es schon bald zu Ergebnissen kommt, die weder Lebensmittel zu Kunststoff verarbeiten, noch mittels Gentechnik zustande kommen und weder unkontrollierte Reststoffe enthalten noch selbst nicht recycelbar sind und damit  Restmüll erzeugen. Wir wollen zu den Ersten gehören, die neue vertretbare Alternativen erkennen und einsetzen.

 

 

Sonett 2018